Gegen- oder Miteinander?

Wir leben in einer Gesellschaft, die auf Konkurrenz ausgerichtet ist. Das bedeutet, jeder möchte besser sein als der andere, mehr haben, schneller voran kommen. Angenommen, unser Ziel ist, daß es allen Menschen gleich gut geht, wie kann dann dieses Konzept funktionieren?

Gegeneinander

Am deutlichsten erkennen wir diese Dynamik im Sport. Zwei Mannschaften spielen gegeneinander, jeder will gewinnen. Gelingt einer Mannschaft der Sieg, hat die andere verloren. Dann haben wir eine Gruppe glücklicher Spieler und eine Gruppe unglücklicher Spieler. Kann das das Ziel eines “Spiels” sein? Wäre nicht ein Spiel wünschenswert, bei dem währenddessen und am Ende alle glücklich sind? Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, müßten wir unseren gesamten Sport umgestalten. Das scheint zumindest im Moment noch nicht machbar zu sein, aber dieses Beispiel spiegelt unser gesellschaftliches Leben, das auf Verlierern und Gewinnern aufbaut sehr deutlich wieder.

Wunsch nach Veränderung

Mir begegnen viele, die sich unzufrieden äußern über die Art und Weise, wie die Menschen miteinandern umgehen. Es ist zu spüren, daß keiner so weitermachen möchte. Nur fragt sich auch jeder nach der Möglichkeit eines neuen Weges. Man denkt, es ist nunmal so, die Menschen sind so, wie sie sind und wer soll das im großen Stil ändern können und vor allem wie? Sollen wir uns hinstellen und sagen: Das mit dem Fußball geht so nicht mehr! Da sind am Ende 11 Spieler unglücklich. Das machen wir anders oder lassen es am Besten ganz sein. Nicht vorstellbar. Ja. Aber es gibt einen klaren Weg, wie wir grundsätzlich und umfassend absolut alles an unserem Zusammenleben verändern können, wenn wir das wollen, wenn wir uns bewußt dazu entscheiden. Und es ist zu spüren, daß genau das immer mehr Menschen wollen, daß sie es sich sogar herbeisehnen.

Den Wunsch der großen Veränderung in dieser Welt kenne ich an mir schon seit weit über 20 Jahren. Dabei habe ich alle Möglichkeiten ins Auge gefaßt. Zuerst dachte ich daran, ob der Weg darin besteht, einer Umwelt-Organisation beizutreten und sich so möglichst weltweit zu engagieren. Später habe ich es andersherum probiert und den Versuch unternommen, auf kleiner regionaler Ebene in meiner direkten Umgebung in einem Gremium für positive Bewegung unter den Menschen zu sorgen. Aber auch das hat nicht die erwünschte Wirkung gezeigt. Wie kann es also funktionieren, daß die Menschheit sich im Ganzen auf eine neue Stufe hinentwickelt und eine innere Haltung von Miteinander statt Gegeneinander etabliert?

Jesus hat uns die Lösung bereits vor 2000 Jahren auf den Teller gelegt, als er sinngemäß gesagt hat: Was Du für einen einzelnen Menschen tust, das tust Du für die ganze Welt. Dazu braucht es eine ausführliche Erklärung und daran ist der Weg zu erkennen, den es jetzt für uns zu gehen gilt.

Wie wir miteinander verbunden sind

Wir Menschen sind alle miteinander verbunden so wie wir auch mit allem in der Natur verbunden sind. Alles, was überhaupt existiert, besteht aus dem gleichen “Stoff”. Jeder einzelne von uns ist lediglich eine individuierte Variante dieses einen Ganzen aus dem wir entstammen und mit dem wir natürlich auch untrennbar verbunden sind. Die Wissenschaft hat das schon lange bestätigt und in allen Philosophien und Religionen finden sich eindeutige Sätze und Erklärungen dazu. Neulich erst habe ich von einem wissenschaftlichen Experiment gelesen, bei dem 2 Teilchen, die in Beziehung zueinander standen, weit voneinander entfernt wurden. Auf eine Entfernung von mehreren tausend Kilometern hat dann eine herbeigeführte Zustandsveränderung am einen Teilchen auch eine Veränderung des anderen entfernten Teilchens zur Folge gehabt. Natürlich! So funktioniert das! Weil alles miteinander verbunden ist! Wir Menschen haben uns nur so weit in dem Jeder-für-sich verloren, daß wir völlig vergessen haben, daß wir eng miteinandern verbunden sind. Wir haben das Bewußtsein für diese Verbundenheit aus den Augen verloren, unsere Wahrnehmung dafür ist uns abhanden gekommen. Die Wahrheit ist aber: Wir sind alle eins! Das ist schwer vorstellbar aufgrund der tiefen und fest verankerten Glaubenssätze der Trennung voneinander, in die wir uns verschlungen haben. Aber indem wir uns dieser Verbundenheit wieder bewußt werden, haben wir die Chance für den Königsweg, der die Lösung für das Miteinander darstellt. Dafür braucht es keine Vorbereitung, denn die Verbindung ist bereits da, sie war schon immer da. Wir haben es nur vergessen und sie nicht genutzt.

Wie gehen wir vor?

Zuerst brauchen wir die Bereitschaft, die alten Glaubenssätze aufzugeben und ohne Ausnahme anzuerkennen, daß wir miteinander verbunden sind, eben sogar eins sind. Wie auch immer wir uns verhalten, bedeutet das in der Folge, daß dieses Verhalten Auswirkungen auf absolut alles hat, was existiert. Das klingt großartig und sich das vorzustellen ist eine Herausforderung. Aber es ist genau so. Das bedeutet noch nicht, daß, wenn ich heute nett bin zu meinem Nachbarn, morgend alle Kriege der Welt enden. Aber es ist tatsächlich der Beginn für das Ende aller Kriege. Damit das umsetzbar wird, möchte ich ganz alltagsbezogen zeigen, was jeder tun kann, der bereit und entschlossen ist, ab jetzt nachhaltig und für immer für den Frieden unter allen Menschen und für den Frieden zwischen Menschen, Tieren und Umwelt zu sorgen.

Wahrhaftiges Verhalten

Bisher haben wir Menschen uns wie Kinder verhalten. Wir haben Dinge getan, von denen wir wußten, daß sie nicht gut sind und daß sie nicht zu dem beitragen, was wir eigentlich zwischen uns Menschen und auf dieser Welt haben wollen. Aber wir haben sie trotzdem getan, weil wir vielleicht keine Perspektive für eine Verbesserung gesehen haben oder weil wir uns einfach nur gesagt haben, es macht keiner, warum sollen es dann wir besser machen. Bringt ja eh nichts. Damit sollte jetzt Schluß sein. Meine Erklärung hier oben ist sehr knapp, aber sie ist schlüssig und verständlich. Was ich tue, wirkt sich auf alles aus. Also ist ab jetzt ein neues Verhalten die Voraussetzung. Was ich haben will, muß ich auch selbst tun! Ohne Ausnahme. Vielleicht passieren mir auf diesem Weg der Veränderung Fehler. Das gehört dazu und spielt keine Rolle, sofern ich weiterhin in jedem Moment entschlossen bin, den Weg weiterzugehen, denn mit meinem Verhalten entfache ich einen positiven Flächenbrand. Und es gibt genau in diesem Moment sehr viele Menschen, die sich auf genau den gleichen Weg aufmachen. Also geht mit! Jeder Einzelne! Ihr steckt die anderen damit an – denkt daran, wir sind alle verbunden – und in sehr kurzer Zeit wird das ganze Bewußtsein der Menschen wie ein Tsunami auf die nächste Stufe schwappen! Dann sind wir da, wo wir immer hin wollten!

Das selbst tun, was wir uns von allen wünschen

“Miteinander” bedeutet, jeden anderen liebevoll anzunehmen wie er ist, ihn mit seinen Fehlern zu akzeptieren. Jede Kommunikation ist ab jetzt so, wie wir sie uns für uns selbst auch wünschen: liebevoll, akzeptierend, konstruktiv. Wenn das meinem Gegenüber noch nicht gelingt, dann tue es Du trotzdem! Der Zeitpunkt kommt, an dem auch Dein Gegenüber von der Welle erfaßt wird und mitmacht. Das geht gar nicht anders! Verzichte ab jetzt auf jegliche Gewalt, beschäftige Dich nicht einmal mit Gewalt, “ernähre” Deinen Geist nicht mit gewalttätigen Bildern oder Geschichten! Bringe Dich in die Athmosphäre, in die Stimmung, in der Du Dir alle Menschen wünscht. Je besser Du das übst, desto mehr strahlst Du es aus und steckst andere damit an. Denke daran: die Liebe ist immer und überall die stärkste Kraft, weil sie das ist, was uns in Wahrheit ausmacht. Wir sind Liebe! Aller Kampf und alles Gegeneinander ist nur eine Illusion. Es war ein Versuch der Vergangenheit, eine Erfahrung, die wir ausprobiert haben, aber jetzt entscheiden wir uns wieder für die Liebe und diese Welle nimmt so schnell Fahrt auf, daß sie bald alles andere erfasst und mitreißt, weil auch alles andere Liebe ist und es gar nicht anders kommen kann!

In vielen Momenten unseres Alltags wissen wir, was die beste Möglichkeit für unser Handeln ist. Die Umwelt sauber halten, so wenig Plastik wie möglich benutzen, mit dem Rad statt mit dem Auto fahren, uns gesund ernähren! Geduldig und mitfühlende mit anderen sein! Jeder kennt für sich viele weitere Beispiele! Es ist jetzt die Zeit, nach diesem Wissen zu handeln! Ausnahmslos! Andere bemerken das, sie fragen uns danach, sie werden angesteckt, es uns nachzumachen, sie reagieren freundlich auf uns, weil man auf jemanden, der ebenso freundlich ist auch liebevoll reagiert! Tut Euch zusammen, sprecht darüber, freut Euch daran, daß Ihr das Wissen habt, wie es geht, wie wir zusammen die Veränderung gestalten. Die Lösung ist so einfach! Die kleinen Schritte sind die Großen! Das ist das Geheimnis!

Den Weg gemeinsam gehen

Mir macht das riesengroßen Spaß, mein Leben jeden Tag aufs Neue auf diese Weise anzugehen und die Veränderungen sind so schön und so unglaublich groß, daß ich jeden Moment noch mehr davon erfüllt bin! Es ist ein Weg, es ist ein Lernen, eine Entwicklung. Aber schon mit der Entscheidung, es zu tun, stehst Du mitten in der Veränderung! Laß es uns gemeinsam tun, laß uns darüber immer und immer wieder sprechen und uns gegenseitig bestärken! Laß uns jeden Tag gemeinsam neue Ideen für den nächsten Schritt finden! Laßt uns die Kraft sein, die das Miteinander auf dieser Erde erschafft, das wir uns schon immer gewünscht haben! Es hat bereits begonnen!

Alles Liebe uns allen!